Deutschland treibt seine Kinder in eine dreifach verdüsterte Zukunft

Ein Beitrag von Joachim Jahnke
aus dem Wochenbrief Nr 153 vom 07. 03. 13

Die Zukunft für die Nachgeborenen wird um den Globus herum schwer genug. Leicht und zu niedrigen Kosten zugängliche Rohstoffe und Energieträger werden im globalen Maßstab seltener und treiben deren Kosten sowie die der auf ihrer Basis erzeugten Nahrungsmittel hoch, zumal gleichzeitig bei weiter wachsender Weltbevölkerung die Nachfrage steigt.

1950 waren wir schlanke 2,5 Mrd Menschen um den Globus herum, in zwei Jahren werden wir nach der Berechnung der UN mit 7,3 Mrd Menschen etwa dreimal so viele sein und bis zum Ende des Jahrhunderts sollen noch einmal 3 Mrd Menschen hinzu kommen. Waren wir 1950 aus den heute entwickelten Industrieländern des Westens (plus Japan) noch etwa ein Drittel, so werden wir dann nur noch etwa 13 % der Weltbevölkerung sein. Waren wir aus Westeuropa 1950 noch etwa 6 % so werden es im Jahr 2100 nur noch knappe und geradezu verloren wirkende 2 % sein (Abb. 0703).

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Nur wer gefordert wird, kann gefördert werden. Ein Plädoyer für die Mobilmachung gegen das Sitzenbleiben!

von Dr. Albert Wunsch
(veröffentlicht in TV-Orange)

Durch die Pläne der neuen niedersächsischen Landesregierung, das Sitzenbleiben abzuschaffen, ist die Debatte über den Sinn und Unsinn des Wiederholens wieder voll entbrannt. Aber wer vordergründig übers Sitzenbleiben oder die Abschaffung von Noten diskutiert, verdrängt wichtige Zusammenhänge und gesellschaftspolische Implikationen.

Ja, Sitzenbleiben steht nicht auf der Hitliste von Schülerinnen, Schülern und deren Eltern. Es ist immer ein deutlicher Einschnitt. Oft wird dieser als Schmach empfunden. Ob damit die Einsicht wächst, ab nun engagierter zu lernen, ist oft ungewiss. Ja, den Zug zu verpassen oder durch falsches Verhalten eine Bewerbung zu vermasseln bringt in der Regel Ärger, wirft einen zurück. Nun aber z.B. den Zug anhalten zu wollen, nur weil Franz oder Franziska mal wieder herumtrödelten, oder Firmen vorzuschreiben alle Bewerber gleichermaßen annehmen zu sollen, kann nicht die Lösung sein. Das Leben lehrt uns immer neu, dass jegliches Verhalten Konsequenzen nach zieht, alles hat seinen Preis hat. Auf die amtliche Mitteilung: ‚Versetzung nicht möglich’ nun mit einer politischen Initiative: Wir schaffen das Sitzen-Bleiben ab’ zu reagieren, blendet Ursache und Wirkung weitestgehend aus. Mit anderen Worten: Wer so agiert, zäumt das Pferd von hinten auf und betreibt Augenwischerei.

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