Interdisziplinäres, internationales Colloquium 2013 zu Ehe und Familie

Liberalisierung der Ehe unterwirft die Familie der Politik

Es referieren und diskutieren Professor Janne Haaland Matlary (Oslo) und Professor Michael-Burkhard Piorkowsky (Bonn)

Den besonderen Schutz von Ehe und Familie gebietet das Grundgesetz dem Staat nicht zuletzt in seinem eigenen Interesse. Denn auf ihre Weise sind sie Quellen für ein friedliches, solidarisches und ökonomisch produktives Gemeinwesen. Erleichterung einseitiger Scheidung, politisches Wohlwollen angesichts sogenannter Vielfalt von Lebensentwürfen – bis zur Leugnung der Komplementarität von Mann und Frau –, einseitig politischer Druck in Richtung Doppelverdiener-Ehe versetzen den Staat in die Pflicht, die Gemeinwohlschäden – zivilgesellschaftliche, soziale und kulturelle Defizite der vorstaatlichen Institution Familie – auszugleichen.

Janne Haaland Matlary

Janne Haaland MatlaryLiberalisierung der Ehe ruft nach mehr Staat, unterwirft die Familie der Politik – und ihre vorpolitischen Rechte politischer Verfügbarkeit.

Programm - Samstag, 16. März 2013 (Aktueller Hinweis: Frau Prof. Haaland Matlary musste auf Grund eines Unfalls ihres Ehemannes die Teilnahme am Colloquium kurzfristig absagen. Der neue Termin für das Colloquium wird rechtzeitig bekannt gegeben)

16:00 Begrüßungskaffee, Einschreibung

  • 16:30 Dr. Johannes Hattler (Lindenthal-Institut)
               Begrüßung und Einführung: Familie – Wurzel, nicht Produkt der Gesellschaft
  • 17:00 Prof. Dr. Janne Haaland Matlary (Oslo) 
               When Human Rights become Inhuman – the Example of Family Rights in Europe
  •            (Wenn Menschenrechte verraten werden – Beispiel Familienrechte in Europa)
  • 17:45 Pause
  • 18:00 Prof. Dr. Michael-Burkhard Piorkowsky (Bonn)
               Private Haushalte – universelle ökonomische Basisinstitutionen
  • 18:45 Aussprache (Moderation Dr. Hans Thomas, Lindenthal-Institut) 
  • 19:30 Ausklang (mit Imbiss)

Hier können Sie sich direkt anmelden: Anmeldung und Programm des Colloquiums

Weitere Informationen zu den Referenten, den Kosten für die Teilnahme und das Lindenthal-Institut:

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Deutschland treibt seine Kinder in eine dreifach verdüsterte Zukunft

Ein Beitrag von Joachim Jahnke
aus dem Wochenbrief Nr 153 vom 07. 03. 13

Die Zukunft für die Nachgeborenen wird um den Globus herum schwer genug. Leicht und zu niedrigen Kosten zugängliche Rohstoffe und Energieträger werden im globalen Maßstab seltener und treiben deren Kosten sowie die der auf ihrer Basis erzeugten Nahrungsmittel hoch, zumal gleichzeitig bei weiter wachsender Weltbevölkerung die Nachfrage steigt.

1950 waren wir schlanke 2,5 Mrd Menschen um den Globus herum, in zwei Jahren werden wir nach der Berechnung der UN mit 7,3 Mrd Menschen etwa dreimal so viele sein und bis zum Ende des Jahrhunderts sollen noch einmal 3 Mrd Menschen hinzu kommen. Waren wir 1950 aus den heute entwickelten Industrieländern des Westens (plus Japan) noch etwa ein Drittel, so werden wir dann nur noch etwa 13 % der Weltbevölkerung sein. Waren wir aus Westeuropa 1950 noch etwa 6 % so werden es im Jahr 2100 nur noch knappe und geradezu verloren wirkende 2 % sein (Abb. 0703).

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