Nur wer gefordert wird, kann gefördert werden. Ein Plädoyer für die Mobilmachung gegen das Sitzenbleiben!

von Dr. Albert Wunsch
(veröffentlicht in TV-Orange)

Durch die Pläne der neuen niedersächsischen Landesregierung, das Sitzenbleiben abzuschaffen, ist die Debatte über den Sinn und Unsinn des Wiederholens wieder voll entbrannt. Aber wer vordergründig übers Sitzenbleiben oder die Abschaffung von Noten diskutiert, verdrängt wichtige Zusammenhänge und gesellschaftspolische Implikationen.

Ja, Sitzenbleiben steht nicht auf der Hitliste von Schülerinnen, Schülern und deren Eltern. Es ist immer ein deutlicher Einschnitt. Oft wird dieser als Schmach empfunden. Ob damit die Einsicht wächst, ab nun engagierter zu lernen, ist oft ungewiss. Ja, den Zug zu verpassen oder durch falsches Verhalten eine Bewerbung zu vermasseln bringt in der Regel Ärger, wirft einen zurück. Nun aber z.B. den Zug anhalten zu wollen, nur weil Franz oder Franziska mal wieder herumtrödelten, oder Firmen vorzuschreiben alle Bewerber gleichermaßen annehmen zu sollen, kann nicht die Lösung sein. Das Leben lehrt uns immer neu, dass jegliches Verhalten Konsequenzen nach zieht, alles hat seinen Preis hat. Auf die amtliche Mitteilung: ‚Versetzung nicht möglich’ nun mit einer politischen Initiative: Wir schaffen das Sitzen-Bleiben ab’ zu reagieren, blendet Ursache und Wirkung weitestgehend aus. Mit anderen Worten: Wer so agiert, zäumt das Pferd von hinten auf und betreibt Augenwischerei.

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Verfassungsbruch? Diskussion um Gleichstellung der Ehe

Renommierte CDU-/CSU-Politiker weisen auf Gefahren der Gleichstellung in der Ehe hin und warnen vor Verfassungsbruch - MEDRUM-Sonder-Info vom 28.02.13

Das Bundesverfassungsgericht hat in der vergangenen Woche entschieden, dass ab sofort die sogenannten Sukzessivadoptionen auch in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften zulässig sind. Im Zuge der aktuellen Diskussion fordert der Trierer Bundestagsabgeordnete und parlamentarische Geschäftsführer der CDU-/CSU-Fraktion, Bernhard Kaster: „Toleranz gegenüber allen freigewählten Lebensformen, Bekämpfung von Diskriminierung aber eine nach wie vor besondere verfassungsrechtliche Privilegierung von Ehe und Familie und eine pragmatische Vorhebung und Förderung der klassischen Familie mit Kindern!:

"Die Politik muss selbstverständlich der Rechtsprechung des Bundesverfassungs-gerichtes folgen“, machte Kaster klar. Die Diskussion um die rechtliche Stellung der gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaft wird derzeit kontrovers diskutiert. „Für uns ist aber klar, dass es eine allgemeine, grundsätzliche Gleichsetzung von Ehe und gleichgeschlechtlicher Lebenspartnerschaft nicht geben kann. Ehe und Familie stehen nach Artikel 6 Abs. I des Grundgesetzes unter dem besonderen Schutz der staatlichen Ordnung. Um es ganz klar zu sagen, im Grundgesetz wird nicht eine heterosexuelle Beziehung geschützt, sondern die Familie als Kernzelle unserer gesamten Gesellschaft, auch im Hinblick auf die Kinder.

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