Nur 15% der Deutschen halten ihr Land für kinderfreundlich - Presseinfo Verband Familienarbeit

Deutschland Schlusslicht in Europa ?

Der Aussage „Mein Heimatland ist kinderfreundlich“ stimmten in Deutschland im Jahr 2012 von 1000 Befragten nur 15% zu (Quelle: Link unten). 2010 waren es noch 21%. Damit landete Deutschland unter 10 europäischen Ländern mit Abstand auf dem letzten Platz. Vergleichbare Länder wie Frankreich, England, die Niederlande und Österreich schnitten deutlich besser ab. Auch mehr Griechen, Spanier, Polen und Schweizer halten ihre Länder für kinderfreundlich.

Was ist da los? Stellen deutsche Eltern überhöhte Ansprüche an ihren Staat? Oder ist die Meinung der Befragten ein Abbild der Wirklichkeit?

Nach den amtlichen Angaben der Bundesregierung werden Familien mit Wohltaten überhäuft. Allerdings beschrieb bereits der 5. Familienbericht (1994) eine „strukturelle Rücksichtslosigkeit“ unserer Gesellschaft gegenüber Familien. Diese besteht vor Allem darin, dass Eltern zwar ganz überwiegend die Kinderkosten tragen müssen, aber später ihre Kinder bevorzugt denen hohe Renten zahlen müssen, die keine eigenen Kinder erzogen und deshalb keine Lücken in ihrer Erwerbsbiografie haben. Diese Elternfeindlichkeit muss durchaus als Kinderfeindlichkeit verstanden werden. Daran hat sich bis heute nichts geändert.

 

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Die moderne Familie? - Kongreß am 25. Mai 2013: Erfahrungsberichte aus Skandinavien

Skandinavische Länder experimentieren schon seit Jahrzehnten am "offenen Herzen der Gesellschaft": der Familie! In den 30er Jahren waren es in Schweden Alva Myrdal und ihr Ehemann, die z.B. das Konzept der Kindertagesstätte entworfen haben, ohne Rücksicht, ob die Eltern es nötig hatten. Sie sprachen davon, „eine neue Generation von Menschen zu schaffen, die besser in eine neue Weltordnung passen“. Diese bizarren und kruden Überlegungen waren keine pädagogisch oder wissenschaftlich erwiesenen Notwendigkeiten, sondern beruhten rein auf einer Ideologie, die dem Marxismus und der Frankfurter Schule entsprangen. Ihre Weltsicht war leicht erklärt : „Für schwache, dumme, faule, nicht ehrgeizige oder andere weniger intelligente Individuen (Mütter, die sich zuhause um ihre Kinder kümmern, Anm. d. Red.) ist es noch möglich, weiter in der häuslichen Atmosphäre zu bleiben und ihren Weg sowohl als Hausfrauen und Dienerinnen zu gehen....".

Die Ergebnisse dieser Denksicht liegen nun vor. Nach 25 Jahren Erfahrung in Schweden sollten man in Deutschland gewarnt sein, die skandinavischen Experimente zu übernehmen, in dem man z.B. die selben Konzepte von Kindertagesstätten kopiert.

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