Der Wohlstand der Welt liegt in den Händen gesunder Familien

von Patrick Fagan

Auch wenn die Marktreformen die Washingtons' Think Tanks, Wall Street Journal und das Forbes Magazine verabschiedet haben, zu einem geringen Teil wirken, müssten wir dennoch der großen amerikanische Wirtschaft zum Abschied winken. Unterhalb der Ebene der Wirtschaftspolitik befindet sich eine Gesellschaft, die immer weniger Menschen entfalten lässt, die harte Arbeit verrichtet und besonders weniger verheiratete Männer mit Kindern hervorbringt. So wie der Rückzug aus der Ehe rasch voranschreitet, gibt es weniger und weniger dieser Männer, die die Gesellschaft und Wirtschaft dringend benötigt. Das führt zu einer sich verlangsamenden Wirtschaft und einer Erschöpfung der Wirtschaftskraft.

Wenn Männer heiraten, offenbart sich auch ein tieferer Sinn zur Übernahme von Verantwortung gegenüber seiner Familie und in der Gesellschaft, gleichwohl erhöht sich auch der eigene Antrieb und Anreiz viel härter zu arbeiten. Dies entspricht einem Faktor von durchschnittlich 27 Prozent mehr an Produktivität und Einkommen. Mit dem Rückzug der Ehe, anstatt diese "Ehe-Prämie" mitzunehmen und sich zu bereichern, erhalten wir verstärkt Single-Männer (die am wenigsten zu arbeiten gewillt sind), und immer mehr bunt zusammenlebende Menschen ("Cohabiter": Männer die weniger als verheiratete Männer arbeiten), und mehr geschiedene Männer (die zwischen Single- und "Cohabiters" fallen).
All dies ist heute deutlich sichtbar im wechselnden Arbeitsmuster der USA, was schwerwiegende makroökonomische Folgen mit sich zieht. Vor fünfzig Jahren waren Familienleben und die Wirtschaft ganz anders strukturiert und produktiv.

Um 1960, kurz vor der sexuellen Revolution, waren die USA der Welt-Schwergewichts-Champion der wirtschaftlichen Produktivität und Gewinnerzielung. Heute können wir zwar noch viel an Gewicht heben, sind aber - um die Metapher zu erweitern - von der Gewichtsklasse sich stetig nach unten bewegend - auf das Niveau des Mittelgewichts. Mein Kollege Dr. Henry Potrykus hat gezeigt , dass die Scheidung allein die jährliche Wachstumsrate der Wirtschaft seit Mitte der 80er um mindestens ein Sechstel (= 15%)  Jahre verringert hat, was mit seinem "Bindungseffekt" auch heute erhebliche Auswirkungen aufweist.

Egal durch welche Brille oder Lupe man es betrachtet — durch die Linse der Einkommen, Ersparnisse oder Armut — (stabile) Ehe ist der große Motor der Wirtschaft, mit jedem Haushalt ein Baustein der starken Gesellschaft, die eine starke Wirtschaft hervorbringt. Alle diese Familien zusammen sind das Team, das die amerikanische Wirtschaft am Laufen hält und voran bringt..

Ein produktiver Haushalt realisiert sich nicht einfach dadurch, wenn Eltern Kinder hervorbringen. Die Grundlage für einen produktiven, glücklichen und starken Haushalt beginnt mit der Ehe. Andere Vereinbarungen nicht möglich, nicht für das Kind, nicht für das Paar, nicht für die Gesellschaft, und schon gar nicht für die Wirtschaft.

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Was kommt, wenn Familie geht?

von Birgit Kelle,
veröffentlicht in www.theeuropean.de

Früher lernte man es anhand von Geschwistern. Nebenbei. Heute werden Babys in Schulen gebracht, um Kindern Empathie, Rücksichtnahme und emotionale Intelligenz beizubringen. So weit ist es schon gekommen. 

An einer Bremer Oberschule werden in einem neuen Projekt seit vergangenem November Babys als Empathie-Trainer eingesetzt. Einmal im Monat kommt ein Säugling mit seiner Mutter in die Schulklasse auf Besuch. Es sind Schulen in sozialen Brennpunkten. Die Kinder haben es oft nicht einfach. Sie spielen mit dem Baby, beobachten, wie es von Monat zu Monat wächst, wie es sich entwickelt, was es Neues dazugelernt hat.

Beobachten Stimmungsschwankungen, lernen zu deuten, was das Kind will, Gesichter lesen, was ihm gefällt, was es nicht mag. Die Klassen freuen sich auf den Besuch, die Lehrer berichten über große soziale Erfolge. Selbst die größten Rabauken der Klassen schmelzen demnach wie Butter in der Sonne, sobald ein Baby sie anlacht. Initiiert hat das Projekt die Organisation „Roots of Empathy“ aus Kanada, die das Projekt inzwischen in zahlreiche Länder weitergetragen hat. Kostenfaktor allein für das Bremer Projekt: 100.000 Euro.

 

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