Zynismus gegenüber Eltern als Konsequenz des Armutsberichts

Pressemeldung Verband Familienarbeit e. V.

Im Rahmen der öffentlichen Präsentation des 4. Armuts- und Reichtumsberichts der Bundesregierung verstieg sich Arbeitsministerin Ursula von der Leyen zu der Behauptung: „Die beste Armutsprävention ist Arbeit!“

Verband der Familienfrauen und –männer für familiengerechte SozialsystemeDazu die Vorsitzende des Verbands Familienarbeit e.V., Gertrud Martin: „Die Arbeitsministerin dokumentiert mit dieser zynischen Aussage ihre Geringschätzung der elterlichen Erziehungsarbeit. Kinderreiche Eltern und Alleinerziehende arbeiten in der Regel in und außer Haus mehr als andere und sind trotzdem am häufigsten arm. Mit der Weigerung, die Familienarbeit als gleichwertige und zu honorierende Leistung anzuerkennen, untergräbt sie ihr eigenes Konzept der „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“, das nur funktionieren kann, wenn beide Arbeitsbereiche sich auch finanziell ergänzen. Arbeit ist Arbeit, hier wie dort!“

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Interdisziplinäres, internationales Colloquium 2013 zu Ehe und Familie

Liberalisierung der Ehe unterwirft die Familie der Politik

Es referieren und diskutieren Professor Janne Haaland Matlary (Oslo) und Professor Michael-Burkhard Piorkowsky (Bonn)

Den besonderen Schutz von Ehe und Familie gebietet das Grundgesetz dem Staat nicht zuletzt in seinem eigenen Interesse. Denn auf ihre Weise sind sie Quellen für ein friedliches, solidarisches und ökonomisch produktives Gemeinwesen. Erleichterung einseitiger Scheidung, politisches Wohlwollen angesichts sogenannter Vielfalt von Lebensentwürfen – bis zur Leugnung der Komplementarität von Mann und Frau –, einseitig politischer Druck in Richtung Doppelverdiener-Ehe versetzen den Staat in die Pflicht, die Gemeinwohlschäden – zivilgesellschaftliche, soziale und kulturelle Defizite der vorstaatlichen Institution Familie – auszugleichen.

Janne Haaland Matlary

Janne Haaland MatlaryLiberalisierung der Ehe ruft nach mehr Staat, unterwirft die Familie der Politik – und ihre vorpolitischen Rechte politischer Verfügbarkeit.

Programm - Samstag, 16. März 2013 (Aktueller Hinweis: Frau Prof. Haaland Matlary musste auf Grund eines Unfalls ihres Ehemannes die Teilnahme am Colloquium kurzfristig absagen. Der neue Termin für das Colloquium wird rechtzeitig bekannt gegeben)

16:00 Begrüßungskaffee, Einschreibung

  • 16:30 Dr. Johannes Hattler (Lindenthal-Institut)
               Begrüßung und Einführung: Familie – Wurzel, nicht Produkt der Gesellschaft
  • 17:00 Prof. Dr. Janne Haaland Matlary (Oslo) 
               When Human Rights become Inhuman – the Example of Family Rights in Europe
  •            (Wenn Menschenrechte verraten werden – Beispiel Familienrechte in Europa)
  • 17:45 Pause
  • 18:00 Prof. Dr. Michael-Burkhard Piorkowsky (Bonn)
               Private Haushalte – universelle ökonomische Basisinstitutionen
  • 18:45 Aussprache (Moderation Dr. Hans Thomas, Lindenthal-Institut) 
  • 19:30 Ausklang (mit Imbiss)

Hier können Sie sich direkt anmelden: Anmeldung und Programm des Colloquiums

Weitere Informationen zu den Referenten, den Kosten für die Teilnahme und das Lindenthal-Institut:

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